Ein Arbeitspaket (englisch Work Package) ist die unterste Ebene des Projektstrukturplans (PSP). Es bündelt die Arbeit so kleinteilig, dass sich Kosten und Dauer schätzen, eine Verantwortung zuweisen und der Fortschritt überwachen lassen.
Bedeutung in der Praxis
Arbeitspakete sind die Andockpunkte der Projektplanung: An ihnen setzen Aufwands-, Kosten- und Terminschätzung an, und aus ihnen werden die einzelnen Vorgänge abgeleitet. Ein sauber geschnittenes Arbeitspaket hat ein klares Ergebnis, eine verantwortliche Person und eine überschaubare Größe, sodass Abweichungen früh sichtbar werden.
Einordnung im PMBOK Guide (8. Auflage)
Der PMBOK Guide beschreibt das Arbeitspaket als die unterste PSP-Ebene, für die Kosten und Dauer geschätzt werden. Mehrere Arbeitspakete werden oberhalb zu einem Kontrollkonto zusammengefasst, in dem Umfang, Budget und Termin gegen die Kosten-Baseline gemessen werden. Details zu jedem Arbeitspaket hält das PSP-Wörterbuch fest.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspaket und Vorgang? Ein Arbeitspaket ist ein Liefergegenstand am unteren Ende des PSP. Ein Vorgang ist eine Tätigkeit, die zu seiner Fertigstellung ausgeführt wird. Aus einem Arbeitspaket entstehen in der Regel mehrere Vorgänge.
Wie groß sollte ein Arbeitspaket sein? Klein genug für eine belastbare Schätzung und klare Verantwortung, groß genug, um den Steuerungsaufwand vertretbar zu halten. Faustregeln wie die 8/80-Regel geben Orientierung, sind aber kein Dogma.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.