Eine Außenabhängigkeit ist eine logische Beziehung zwischen einer Projektaktivität und einer Aktivität außerhalb des Projekts, auf die das Projektteam keinen direkten Einfluss hat. Sie steht neben zwingenden und frei wählbaren (diskretionären) Abhängigkeiten als dritte Grundart von Anordnungsbeziehungen.
In der Praxis
Typische Beispiele sind die Lieferung eines Bauteils durch einen externen Zulieferer, eine behördliche Genehmigung oder die Verfügbarkeit einer fremden Infrastruktur. Solche Abhängigkeiten liegen außerhalb der Kontrolle des Teams, müssen aber im Terminplan als Randbedingung berücksichtigt werden, meist über einen fixen oder geschätzten Termin. Weil Außenabhängigkeiten Verzögerungsrisiken bergen, gehören sie typischerweise ins Risikoregister und werden im Rahmen der Terminplanentwicklung eng verfolgt.
Einordnung im PMBOK 8
Außenabhängigkeiten werden beim Vorgangsfolge festlegen behandelt und sind Teil der vier Abhängigkeitsarten (zwingend, diskretionär, intern, extern). Sie berühren zudem die Leistungsdomäne Planung, weil sie oft kritische-Pfad-relevant sind und im Terminplanmodell separat gekennzeichnet werden sollten.
Häufige Fragen
Was unterscheidet eine Außenabhängigkeit von einer zwingenden Abhängigkeit?
Zwingende Abhängigkeiten ergeben sich aus der Art der Arbeit selbst (z. B. Fundament vor Wänden) und liegen meist innerhalb des Projekts. Außenabhängigkeiten liegen außerhalb des Projekts, unabhängig davon, ob sie zwingend oder diskretionär wirken.
Wie geht man mit Außenabhängigkeiten im Terminplan um?
Am besten mit einem realistischen, mit dem externen Partner abgestimmten Termin, einem Puffer für Verzögerungen und einer Kennzeichnung im Terminplanmodell, damit das Team sie beim Fortschreiben des Plans nicht übersieht.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026