Bottom-up-Schätzung

Die Bottom-up-Schätzung (englisch bottom-up estimating) ist eine Methode, bei der Kosten oder Dauer eines Projekts ermittelt werden, indem man die kleinsten Bestandteile der Arbeit einzeln schätzt und anschließend zu Gesamtwerten aufsummiert. Die Schätzung entsteht also „von unten nach oben“.

In der Praxis liefert die Bottom-up-Schätzung sehr genaue Ergebnisse, weil jedes Arbeitspaket detailliert betrachtet wird. Der Preis dafür ist ein höherer Aufwand: Sie ist nur sinnvoll, wenn die Arbeit bereits fein genug gegliedert ist.

Einordnung im PMBOK Guide 8

Der PMBOK Guide 8 führt die Bottom-up-Schätzung als Schätztechnik. Sie setzt eine ausreichende Zerlegung der Arbeit voraus, wie sie der Projektstrukturplan liefert.

Häufige Fragen

Wann ist die Bottom-up-Schätzung sinnvoll?

Wenn die Arbeit bereits in kleine, gut abschätzbare Pakete zerlegt ist und hohe Genauigkeit gefordert wird.

Was ist der Nachteil?

Der hohe Zeitaufwand. Für frühe Grobschätzungen eignen sich schnellere Verfahren wie die analoge Schätzung besser.

Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.