Implizites Wissen

Was ist implizites Wissen?

Implizites Wissen (englisch tacit knowledge) ist persönliches Wissen, das oft nur schwer zu artikulieren und mitzuteilen ist — zum Beispiel Überzeugungen, Einsichten, Erfahrung und Know-how. Es steht im Gegensatz zum expliziten Wissen, das sich leicht niederschreiben und weitergeben lässt.

In der Praxis

Vieles, was ein Team wirksam macht, ist implizit: Urteilsvermögen, Kontext und schwer erarbeitete Intuition, die in Menschen stecken, nicht in Dokumenten. Da es sich einfacher Dokumentation entzieht, wird implizites Wissen am besten durch Interaktion geteilt — Pairing, Mentoring, Communities of Practice und gemeinsames Arbeiten. Der Weggang von Schlüsselpersonen kann den Verlust impliziten Wissens bedeuten; deshalb pflegen und verbreiten Projekte es aktiv.

Einordnung PMBOK 8

Der Umgang mit implizitem Wissen ist Teil des Projektwissensmanagements, das in den Leistungsdomänen „Team“ und „Projektarbeit“ des PMBOK Guide, 8. Auflage, betont wird. Es ergänzt explizite Artefakte.

FAQ

Implizites oder explizites Wissen? Explizites Wissen lässt sich kodifizieren und als Dokument teilen; implizites Wissen ist persönlich und wird vor allem durch Erfahrung und Interaktion weitergegeben.

Wie übertragen Teams es? Durch Gespräch, Mentoring, Pairing und Zusammenarbeit statt allein durch Dokumente.

Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026. Fachlicher Stand: PMBOK Guide, 8. Auflage.