Inhalts- und Umfangsplanung

Die Inhalts- und Umfangsplanung (englisch Scope Planning) ist ein älterer PMI-Prozessbegriff für die Frage, wie der Scope eines Projekts definiert, dokumentiert, verifiziert und gesteuert werden soll. Ihr wichtigstes Ergebnis ist der Inhalts- und Umfangsmanagementplan.

In der Praxis beantwortet diese Planungsarbeit Fragen wie: Wer sammelt Anforderungen und wie? In welcher Form wird der Scope beschrieben? Wer gibt die Scope-Baseline frei, und wie laufen Inhalts- und Umfangsänderungen? Der Aufwand richtet sich nach Größe und Risiko des Projekts, ein knapper Plan ist besser als ein ungelesener.

In der Prozesslandschaft späterer PMBOK-Editionen hieß der Nachfolgeprozess Inhalts- und Umfangsmanagement planen. Der PMBOK Guide der 8. Edition kennt keine eigenen Prozessnamen mehr, die Planungsarbeit gehört dort zur Leistungsdomäne Planung; der Scope selbst bleibt zentrales Steuerungsobjekt.

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Inhalts- und Umfangsplanung und Scope-Definition?

Die Planung legt das Vorgehen fest (wie wird mit Scope gearbeitet), die Scope-Definition erzeugt den Inhalt selbst (was geliefert wird). Erst kommt das Wie, dann das Was.

Ist der Begriff noch aktuell?

Als Prozessname nicht mehr, als Tätigkeit unverzichtbar: Auch agile und hybride Projekte legen fest, wie Scope beschrieben und priorisiert wird, etwa über Backlog-Regeln statt eines formalen Plans.

Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026