Offenes Netzplanende

Ein offenes Netzplanende (englisch network open end) ist ein Vorgang oder Knoten in einem Netzplan, der keinen Nachfolger (oder keinen Vorgänger) besitzt und dadurch nicht sauber mit dem Projektende (bzw. -anfang) verbunden ist. Solche offenen Enden sind meist ein Planungsfehler.

In der Praxis führen offene Enden dazu, dass die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung unvollständig wird und Puffer sowie der kritische Pfad falsch berechnet werden. Ein sauberer Netzplan hat genau einen definierten Start- und einen Endknoten.

Einordnung im PMBOK Guide 8

Der PMBOK Guide 8 empfiehlt für die Vorgangsknoten-Netzplanmethode, offene Enden und geschlossene Schleifen zu vermeiden. Ein durchgängig verknüpfter Netzplan ist Voraussetzung für eine korrekte Methode des kritischen Pfades.

Häufige Fragen

Warum sind offene Enden problematisch?

Weil sie die Terminberechnung verfälschen: Ohne Anbindung an das Projektende lassen sich Puffer und kritischer Pfad nicht korrekt bestimmen.

Wie behebt man ein offenes Ende?

Indem man den betroffenen Vorgang logisch mit seinem Nachfolger bzw. Vorgänger verknüpft, sodass ein durchgängiger Pfad zum Projektende entsteht.

Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.