Die statistische Stichprobenziehung (englisch statistical sampling) prüft nur einen ausgewählten Teil einer Grundgesamtheit statt aller Elemente und schließt aus dem Ergebnis auf das Ganze. Sie senkt Prüfaufwand und Kosten der Qualitätskontrolle.
In der Praxis
Aus einer Menge gleichartiger Ergebnisse, etwa gefertigten Teilen oder Dokumenten, wird eine Stichprobe nach einem definierten Verfahren gezogen und geprüft. Entscheidend sind ein repräsentatives Auswahlverfahren und eine ausreichende Stichprobengröße, damit der Rückschluss auf die Grundgesamtheit belastbar ist. Eingesetzt wird sie besonders dort, wo eine Vollprüfung zu teuer wäre oder das Prüfen das Produkt zerstört.
Einordnung in den PMBOK Guide 8
Im PMBOK Guide 8 gehört die Stichprobenprüfung zu den Mess- und Qualitätsmethoden der Leistungsdomänen Messung und Projektarbeit. Sie liefert Daten für die Qualitätsüberwachung, ohne jede Einheit einzeln kontrollieren zu müssen.
Häufige Fragen
Wie groß muss die Stichprobe sein? Sie richtet sich nach dem gewünschten Vertrauensniveau und der zulässigen Fehlertoleranz; größere Stichproben liefern sicherere Aussagen.
Wann ist eine Vollprüfung sinnvoller? Bei sehr kleinen Mengen oder wenn jeder einzelne Fehler kritische Folgen hätte.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.