Toleranz (englisch tolerance) ist die zulässige Abweichung von einem festgelegten Zielwert, innerhalb derer ein Ergebnis noch als akzeptabel gilt. Sie definiert den Spielraum, bevor ein Eingreifen nötig wird.
In der Praxis
Toleranzen werden für Qualität, Termine und Kosten festgelegt, zum Beispiel eine Maßtoleranz von plus/minus einem Millimeter oder eine Kostenabweichung von bis zu fünf Prozent. Solange die gemessenen Werte innerhalb der Toleranz liegen, gilt der Prozess als beherrscht. Überschreitungen lösen Korrekturmaßnahmen aus. Eng verwandt ist der Grenzwert, der die äußere Schwelle der Toleranz markiert.
Einordnung in den PMBOK Guide 8
Der PMBOK Guide 8 nutzt Toleranzen und Schwellenwerte in der Leistungsdomäne Messung, um zu entscheiden, wann eine Abweichung eine Reaktion erfordert. In Qualitätsregelkarten trennen Toleranzgrenzen den normalen Streubereich von auffälligen Werten.
Häufige Fragen
Worin unterscheiden sich Toleranz und Grenzwert? Die Toleranz ist der erlaubte Bereich, der Grenzwert die konkrete Schwelle, an der er endet.
Wer legt Toleranzen fest? Sie ergeben sich aus Anforderungen, Normen und der Risikobereitschaft der Beteiligten.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.