Der Zielendtermin ist das angestrebte Datum, an dem eine Aktivität oder das Projekt abgeschlossen sein soll. Er ist eine Planungsgröße, kein garantiertes Ergebnis, und dient als Referenzpunkt, an dem der tatsächliche Fortschritt gemessen wird.
In der Praxis
Der Zielendtermin wird meist zu Projektbeginn gemeinsam mit Auftraggeber oder Kunde festgelegt und fließt in den Terminbasisplan ein. Er unterscheidet sich vom geplanten Endtermin (Ergebnis der Vorwärts-/Rückwärtsrechnung im Netzplan) dadurch, dass er häufig extern vorgegeben ist, etwa durch einen Vertrag oder einen Markttermin, und nicht zwingend mit der reinen Terminplanlogik übereinstimmt. Weicht der berechnete Endtermin vom Zielendtermin ab, muss das Team den Terminplan komprimieren (Fast Tracking oder Crashing) oder den Zieltermin neu verhandeln.
Einordnung im PMBOK 8
Der Zielendtermin ist kein eigener Glossarbegriff der 8. Auflage, sondern eine gängige Planungsgröße im Rahmen der Terminplanentwicklung und der Leistungsdomäne Planung. Eng verwandt sind der Zielfertigstellungstermin und der Zielterminplan.
Häufige Fragen
Ist der Zielendtermin dasselbe wie der Zielfertigstellungstermin?
Beide bezeichnen ein angestrebtes Enddatum. „Zielfertigstellungstermin“ wird meist auf Aktivitätsebene verwendet, „Zielendtermin“ oft für das Gesamtprojekt oder größere Phasen – in der Praxis werden die Begriffe häufig synonym benutzt.
Was passiert, wenn der Zielendtermin nicht erreichbar ist?
Das Team prüft Terminplankompression, zusätzliche Ressourcen oder eine Anpassung des Scopes; ist nichts davon machbar, muss der Zieltermin einvernehmlich mit dem Auftraggeber verschoben werden.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026