Vorgangsfolge festlegen (englisch sequence activities) ist der Vorgang, bei dem die logischen Beziehungen zwischen den einzelnen Projektvorgängen identifiziert und dokumentiert werden. Das Ergebnis ist ein Netzplan, der die Reihenfolge der Arbeit abbildet.
In der Praxis
Jeder Vorgang wird über Anordnungsbeziehungen mit seinen Vorgängern und Nachfolgern verknüpft. Am häufigsten ist die Ende-Anfang-Beziehung: ein Vorgang startet erst, wenn der vorhergehende abgeschlossen ist. Daneben gibt es Anfang-Anfang, Ende-Ende und die selten genutzte Anfang-Ende-Beziehung. Vor- und Nachlaufzeiten verschieben Vorgänge zeitlich gegeneinander. Das gängige Verfahren dafür ist die Vorgangsknoten-Darstellung (Precedence Diagramming Method).
Einordnung in den PMBOK Guide 8
Der PMBOK Guide 8 ordnet das Anordnen der Vorgänge der Terminplanung innerhalb der Planungs-Leistungsdomäne zu. Der fertige Netzplan ist die Grundlage für die Terminberechnung und die Bestimmung des kritischen Pfades. Geschlossene Schleifen und offene Enden im Netzplan gelten als fehlerhaft.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich das vom Terminplan? Das Anordnen legt nur die Reihenfolge und Abhängigkeiten fest; erst mit Dauern und Ressourcen entsteht daraus ein terminierter Plan.
Welche Beziehung ist die häufigste? Die Ende-Anfang-Beziehung deckt die meisten realen Abhängigkeiten ab.
Autor: Tom, seit 2004 PMP-zertifiziert. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.